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Ratgeber Wohnmobil-Batterie

Um beim Campen Komfort und Funktionalität zu genießen, solltest du eine leistungsfähige Batterie wählen. Wir zeigen dir auf, worauf es dabei ankommt.
Die Batterie hat sowohl die Aufgabe, für einen reibungslosen Fahrbetrieb als auch für die Versorgung elektrischer Geräte im Wohnmobil zu sorgen. Vor allem dann, wenn auf einem Stellplatz kein Landstrom zur Verfügung steht, muss die sogenannte Versorgungsbatterie für die Stromversorgung aller Dinge sorgen, die du für einen komfortablen Aufenthalt benötigst. Dazu gehören die Wasserpumpe und diverse Lampen ebenso wie der Kühlschrank oder Fernseher.

Inhaltsverzeichnis

Welche Wohnmobil-Batterietypen gibt es?

Starterbatterie

Viele Wohnmobile haben mindestens zwei Batterien an Bord. Eine davon ist die Starterbatterie, die sich im Motorraum befindet. Sie versorgt den Anlasser, gewährleistet das Licht im Fahrerhaus und betreibt andere  Verbraucher. Vor allem beim Anlassen hat sie eine wichtige Aufgabe, weil dabei sehr kurz ein hoher Strom gezogen werden muss. Läuft der Motor erst, wird kein Strom mehr entnommen und die Lichtmaschine versorgt die unterschiedlichen Stromabnehmer. Starterbatterien haben einen flachen Zyklus.


Duale Batterie

Für kleinere Wohnmobile eignen sich auch duale Batterien, die sowohl zum Starten des Fahrzeugs als auch für die Bordversorgung geeignet sind. Ist jedoch Platz an Bord, ist es besser, neben der Starterbatterie auch eine Versorgungsbatterie zu nutzen, die auch als Solarbatterie betrieben werden kann. Dafür eignen sich vor allem Gel-Batterien.

Versorgungs- oder Bordbatterie

Für den Betrieb deiner Geräte benötigst du dagegen eine leistungsfähige Versorgungs- oder Bordbatterie, die über einen tiefen Zyklus verfügt, also eine stabile Stromversorgung über mehrere Stunden liefert. Solche Batterien können benutzt werden, wenn keine externe Stromversorgung am Stellplatz vorhanden ist. Der Grundsatz ist einfach: Je mehr Geräte versorgt werden müssen, umso größer muss die Kapazität der Batterie sein. Bordbatterien erhalten ihre Energie von der Lichtmaschine, von Ladegeräten, Solaranlagen oder Brennstoffzellen. Sie sollten aber dennoch alle vier Wochen mindestens einen halben Tag an das 230-Volt-Netz angeschlossen werden. Bei der Wahl einer zyklenfesten Bordbatterie musst du deshalb darauf achten, dass du sie möglichst oft aufladen kannst. Die Anzahl der Ladezyklen kannst du den Herstellerangaben entnehmen.


Batterie-Technologien: Daraus kannst du wählen

Für die Auswahl einer Bordbatterie stehe die vier gängige Batterietypen zur Verfügung:

Blei-Säure Batterie

  • Diese Batterien ähneln den gängigen Starterbatterien. Sie verfügen aber über dickere Bleiplatten, so dass sie eine höhere Zyklenfestigkeit besitzen. Solche Blei-Säure-Batterien werden meist bis zum Verkauf trocken gelagert, danach mit Batteriesäure befüllt. Danach muss die Batterie mit einem Ladegerät auf 100 Prozent geladen werden.
  • Beachten solltest du, dass diese Batterien nicht auslaufsicher sind, also bei Schräglage Batteriesäure austreten kann. Zumindest etwas Abhilfe schafft eine Säurewanne, um beim Auslaufen den Schaden zu begrenzen.
  • Darüber hinaus sind Blei-Säure-Batterien meist nicht wartungsfrei. Du musst also regelmäßig, mindestens monatlich, den Stand kontrollieren und destilliertes Wasser nachfüllen. Achte beim Einsatz der Batterie auch darauf, sie nicht im Innen- oder Wohnraum, sondern extern im Unterbau des Fahrzeugs einzubauen und die beim Laden entstehenden Gase nach außen zu leiten.

Gel-Batterie

  • Bei diesen Batterien handelt sich um sogenannte VRLA (ventilgeregelte Blei-Säure-Batterien), bei denen der Elektrolyt durch Kieselsäure gelförmig eingedickt ist. Die Batterie ist komplett verschlossen und wartungsfrei, verfügt aber über ein Überdruckventil, über das Gas entweichen kann.
  • Beim Einsatz einer solchen Batterie musst du auch auf das passende Ladegerät mit einer sogenannten IUoU Ladekennlinie achten. Außerdem wird durch den höheren Innenwiderstand eine Entnahme von hohen Strömen verhindert und damit auch die Lebensdauer verkürzt.
  • Eine Vollladung dauert im Vergleich zu anderen Batterien länger. Der Gel-Batterie sollte im Regelfall nicht mehr als 50 % Prozent Kapazität entnommen werden. Insgesamt zeichnen sich diese Batterien aber durch eine sehr hohe Zyklenzahl aus und sie sind sehr hitzebeständig, was im Sommer vorteilhaft ist.

AGM-Batterie

  • AGM-Batterien sind fest verschlossene, wartungsfreie VRLA-Batterien, die lageunabhängig eingebaut werden können. Auch eine AGM-Batterie ist mit einem Überdruckventil ausgestattet. Da die Säure in einem Vlies eingebunden ist, kann sie bei einer Beschädigung der Batterie auch nicht austreten.
  • Die AGM-Batterie hat gegenüber der Gel-Batterie den Vorteil, dass hohe Ströme entnommen werden können. Insofern ist sie in Verbindung mit einem leistungsstarken Wechselrichter neben der LiFePO4-Batterie eine sehr gute Wahl.
  • Darüber hinaus kann die Vliesbatterie schneller als eine Gel-Batterie geladen werden. Aber auch hierzu benötigst du ein spezielles Ladegerät, um eine Vollladung zu erreichen und eine Überladung zu verhindern. Die Entladetiefe sollte in der Regel 50 Prozent nicht überschreiten. Mit täglichem Aufladen sorgst du für ein langes Leben einer solchen Batterie.
  • Die rüttelfeste AGM-Batterie ist für die Nutzung im Wohnmobil sehr gut geeignet. Sie ermöglicht hohe Lade- und Entladeströme, kann im Innenraum montiert werden und verfügt über eine gute Zyklenfestigkeit.

Lithium/LifePO4 Batterie

  • Lithium-Batterien sind auslaufsicher, weil sie keine Batteriesäure enthalten. Sie sind wartungsfrei und vertragen die Entnahme von hohen Strömen. Man kann die Amperestunden vollständig ausnutzen.
  • Lithium-Batterien sparen viel Gewicht. Man muss bei deren Einsatz keine Probleme durch mangelnde Vollladung befürchten. Außerdem verfügen sie über eine niedrige Selbstentladung, sind rüttelfest, wartungsfrei und können viel schneller geladen werden als Bleibatterien.

Welche Batterien passen in dein Wohnmobil?

Bei der Auswahl der Batterie für dein Wohnmobil solltest du vor allem die geplante Nutzung deines Wohnmobils berücksichtigen. Danach richtet sich die erforderliche Kapazität der Batterie. Die reicht von 80 Ah bei sporadischem Campen und Wochenendtrips für die wichtigsten Verbraucher wie Licht, Kühlschrank und Lademöglichkeiten für persönliche technische Geräte. Plane mit über 150 Ah bei längeren Roadtrips und größtenteils autarkem Campen. Bis hin zu etwa 230 Ah brauchst du für autarkes Stehen und Roadtrips über einen längeren Zeitraum samt intensiven Arbeiten an Geräten wie Laptops.


Welche Batteriekapazität benötigst du?

Wie viel Strom du in deinem Wohnmobil benötigst hängt von der Anzahl der Verbraucher wie Licht, Kühlschrank oder Heizung usw. ab. Daran kannst du die benötigte Batteriekapazität errechnen:

  • Als erstes notierst du für jeden Verbraucher die Watt-Zahl.
  • Im nächsten Schritt berechnest du die dafür jeweils benötigten Ampere nach der Formel: A = W:V. Für die 12-V-Verbraucher teilst du also durch 12, für die 230-V-Verbraucher durch 230.
  • Jetzt werden die Ampere-Ergebnisse mit der täglichen Nutzungsdauer in Stunden multipliziert.
  • Die Summe der Amperestunden ist schließlich der Mindest-Kennwert für die Kapazität deiner Batterie. Darauf rechnest du einen Puffer mit Faktor 1,7, da die Batterie sich nicht tiefenentladen soll.
Verbraucher
Watt  
Ampere  
Nutzung h/Tag  
Amperestunden
Licht (5 LED)60,552,5
Kühlschrank403,32479,2
Wasserpumpe  705,80,52,9
2 x Laptop12010660
2 x Handy242816

Daraus ergibt sich eine benötigte Kapazität von 160,6 Ah. Darauf sollte ein Puffer gerechnet werden, wir empfehlen dafür einen Multiplikator von 1,7. Das gilt für alle Batterien außer solche mit Lithiumtechnologie und stellt sicher, dass keine Tiefenentladung stattfindet. In unserem Beispiel wäre das Endergebnis also 160,6*1,7 = 273,02 Ah.

Welche Batterie braucht die Solaranlage deines Wohnmobils?

Wenn du eine Solaranlage auf dem Wohnmobil verwenden willst, ist das vor allem dann sinnvoll, wenn du gern individuell freistehen willst oder Stellplätze bevorzugst, auf denen die Versorgung mit Landstrom nicht möglich ist. Und es kommt natürlich auf die Ansprüche an, die du an die Versorgung mit Solarstrom knüpfst. Je höher der Strombedarf ist, desto leistungsfähiger muss die Batterie sein. Im Idealfall setzt du eine Lithium/LifePO4 Batterie ein, die allerdings auch ihren Preis hat.


So lädst du deine Wohnwagen-Batterie auf

AGM- und Gel-Batterien solltest du nicht mit einem Standard-Ladegerät aufladen. Die diesbezügliche Ladetechnik sollte über eine sogenannte IOuO Ladekennlinie verfügen, die sich meist per Schalter auf den jeweiligen Batterietyp einstellen lässt. So wird gleichermaßen eine Vollladung ermöglicht und ein Überladen verhindert.
Das Laden einer Wohnmobilbatterie ist durch drei Phasen gekennzeichnet:
  • In der Hauptladephase wird die Aufbaubatterie mit Konstantstrom versorgt. Sie bestimmt dabei selbst, wie viel vom Ladegerät bezogen wird und läuft, bis die Versorgungsbatterie zwischen 80 und 85 Prozent ihrer Kapazität erreicht hat.
  • Danach wird die Aufbaubatterie mit der Ausgleichsladung versorgt und vollgeladen. Dabei fließen je nach Batterietyp bis zu 14,8 V in den Akku, der selbst bestimmt, wie viel Ladestrom er aufnimmt.
  • In der Phase der Erhaltungsladung wird die Wohnmobil Batterie auf ihrem Ladezustand gehalten.
Bei Blei-Säure Batterien, die mit bis zu 500 Ladezyklen angegeben sind, ergänzt man optimalerweise die entnommene Kapazität täglich mit einem geeigneten Ladegerät oder einer Solaranlage. Die meisten Ladegeräte für Gel- oder AGM-Batterien sind auch für Nassbatterien geeignet. Wichtig ist es dabei vor allem, die richtige Beladung zu erreichen und Tiefentladungen zu vermeiden.
Für das Laden von LifePO4 Batterien benötigst du spezielle Ladetechnik und ein Batterie-Managementsystem (BMS). Deren Anschaffungspreis relativiert sich durch die hohe Anzahl von bis zu 5000 Ladezyklen. Bei bestimmten Modellen dieser Batterien ist das BMS auch schon im Gehäuse integriert. Das vereinfacht den Austausch oder die Montage erheblich.
Gegen eine schwache Ladung schafft ein Booster, auch Ladewandler genannt, Abhilfe. Das Gerät wird in den Stromkreislauf zwischen Starter- und Bordbatterie integriert und von der Lichtmaschine als Verbraucher wahrgenommen. Bei laufendem Motor liefert sie deshalb so lange Strom, bis die Bordbatterie vollständig geladen ist.


Wie überwintert deine Wohnmobil-Batterie am besten?

In den Wintermonaten darf die Batterie für dein Wohnmobil nicht zu sehr entladen werden. Denn ein sogenanntes Tiefentladen hat zur Folge, dass die Batterie geschädigt wird und an Kapazität verliert. Denn auch wenn du alles ausschaltest, gibt es dennoch stromfressende Verbraucher.
Einer Tiefentladung der Batterie kannst du aber verhindern, wenn du die Batterie abklemmst, etwa monatlich wieder auflädst, sie im Warmen lagerst, oder an eine Solaranlage anschließt.
Empfehlenswert ist es, wenn du die Batterie vor der Winterpause noch einmal mindestens 24 Stunden auflädst. Danach klemmst du sie ab und stellst so sicher, dass die Batterie keine heimlichen Verbraucher mehr belasten.